Mit der AIDAcara von Hamburg nach Norwegen

15.05.2009, der zweite Tag

Der Seetag, d. h. auf dem Weg nach Bergen, begann mit leichtem Schaukeln des Bettes. Das hieß Seegang. Nun war der gerade Gang angesagt. Nach dem morgendlichen Ritual liefen wir etwas langsamer bzw. mit Bedacht den Gang entlang und die Treppe hinauf in Richtung des Buffet-Restaurants. Die Einnahme des Mahls dauerte auch etwas länger, schließlich waren viele Schritte nötig, um die vielen Köstlichkeiten nach der Augen-scheinnahme auch an den gewählten Platz zu bringen und in Ruhe zu genießen.

Zurück in der Kabine warteten wir nun auf das Signal zur Seenotrettungsübung. Vor 10.20 Uhr hatten wir bereits die Jacken angezogen, die Rettungswesten angelegt und die Bordkarten am Körper sicher verwahrt. Das Signal ertönte und schnell fanden wir uns, betreut von fleißigen Helfern, an der Musterstation auf Deck 6 ein. Hier mussten wir uns, angefangen von hochbetagten Passagieren bis zum Kleinstkind, einschließlich Rollstuhl-fahrern, hinstellen und nach Aufruf der Kabinennummern  mit „ ja“ antworten. Das Bordpersonal stellte hierbei fest, dass ein Passagier fehlte. Dies bedeutete, solange zu warten, bis die Vollzähligkeit der Passagiere gemeldet werden konnte. Das Eintreffen besagsten Passagiers wurde dann von den Wartenden mit entsprechendem Beifall honoriert.

Nachdem das Manöver beendet war, nahm der Seegang allmählich zu. Wir kamen wieder sicher in unserer Kabine an, legten die Rettungswesten ab und verstauten sie ent-sprechend. Hiernach führten uns unsere etwas unsicheren Schritte langsam an die Decks 10 und 11. Es hieß jetzt die Blicke auf die wogende See zu richten. Als wir genug geschaut hatten, fanden wir uns im Fotoshop ein. Nach längerem Suchen entdeckten wir unser Begrüßungsbild endlich. Dieses bezahlten wir, wie bereits beschrieben, mit der Bordkarte. Danach suchten wir die Rezeption auf, um den Geldtausch für die Ausflüge vorzunehmen. Auch das war bald geschafft. Zwischenzeitlich war die Mittagszeit erreicht und so fanden wir uns nach dem Kabinenzwischenstopp in einem der Buffet-Restaurants ein. Wieder war die Auswahl so groß, dass die Entscheidung schon schwerfiel. Beim Essen fiel uns auf, dass viele Plätze unbenutzt blieben. Auf dem Rückweg zu unserer Kabine waren im Fahrstuhl und den Gängen angebundene Spucktüten zu erkennen. Daraus schlussfolgerten wir, dass doch einige Passagiere mit der Seekrankheit zu kämpfen hatten. Nun konnte die Mittagsruhe beginnen. Ausgeruht führte unser Weg wieder zu den Decks 10 und 11. Hier angekommen genossen wir den Blick auf die See. Einige Passagiere lagen eingemummelt auf den Liegen und genossen sichtlich die Luft bzw. ruhten sich für die Abendveranstaltungen aus.

Schnell war die Zeit des Abendessens herangekommen. Dieses Mal fanden wir zwei Plätze an einem runden 8er Tisch. Wieder fiel es schwer, das Richtige auszuwählen und bedingt durch die vielfältigen interessanten und nicht so umwerfenden Gespräche zwischen Ostlern und Westlern zog sich die Einnahme etwas hin. Nach einem Rundgang, der uns zum AIDA Shop, dem Body & Soul- Bereich auf Deck 9 und die an Bord befindlichen Bars auf Deck 8 führte, genossen wir den Sonnenuntergang und nahmen dann Plätze im Theater ein. Hier sahen wir uns die Welcome-Show „Leinen los“ an. Begrüßt wurden wir vom Clubdirektor und dem Entertainment Manager. Anschließend ließen wir uns vom AIDA Show-Ensemble unterhalten. Wir sahen eine traumhafte Show, die die Sehnsucht nach Abenteuern auf den sieben Meeren wach rief bzw. Vergangenes wieder in Erinnerung brachte.

So gut unterhalten fand der zweite Tag an Bord sein Ende und bald schliefen wir ein.

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