Hansesail 2008

Wie in den Jahren zuvor haben wir uns im August 2008 zur 18. Hanse Sail – Rostock – aufgemacht. Schwerpunkt war diesmal nicht die Sail, sondern wir wollten Urlaub an der Ostseeküste machen. Baden, Sonnen, Umgebung erkunden. Sicherlich waren auch Stunden in Rostock und Warnemünde eingeplant. Wenn man viele Jahre zur Küste gefahren ist, um die Sail zu besuchen, kann man nicht so ohne weiteres davon loskommen.

Buntes Treiben.

Buntes Treiben.

Sicherlich habe ich mich im Vorfeld der Reise informiert, welche Schiffe zur Sail in den Hafen von Rostock einlaufen und an den Anlegestellen in Warnemünde festmachen werden. Mir war bewusst, es wird wieder ein buntes Treiben der Schausteller und Händler geben. An die vielen Menschen, die das Ufer der Kaianlagen bevölkern, dachte ich erst gar nicht. Das war eben so. Umso mehr war ich erstaunt, dass die Besucher der Sail weniger waren als die Jahre vorher.

Auch unsere Verwandten, die das erste Mal zu dieser 18. Hanse Sail fuhren, spürten dies. Immerhin hatte ich sie darauf vorbereitet, dass in Rostock und Warnemünde die Menschen im Scheckentempo an den Schiffen vorbei schleichen würden. Dem war nicht so. Sicherlich bewegten sich Menschenmassen, aber wir konnten – anders als früher – und ohne Probleme die Meile ablaufen. Diese Hanse Sail in Rostock, so konnte ich konstatieren, hat sich in all den Jahren immer mehr zum riesigen Geschäft für Unternehmer und Investoren entwickelt. Die Sail ist immer mehr zu einem Standortfaktor in Rostock geworden. Dieses Image ist über die Jahre gereift.

Schön war es dieses Mal.

Schön war es dieses Mal.

Damit wächst aber auch die Möglichkeit, das Positive an der Sail zu verspielen, wenn der Kommerz über das Ursprüngliche seinen Sieg davon trägt. Ich habe erkennen müssen, dass das alljährliche stereotype Wiederholen von Programmstandards zu Langerweile und Desinteresse beim Besucherklientel führen kann. Die Preispolitik der Händler rund um die Sail tut das Ihrige, den angestrebten (?) Volksfestcharakter zu minimieren.

Hier müssen neue Akzente her, spektakuläre und innovative Ideen. Wir werden uns überraschen lassen. Vielleicht kommt meine Begeisterung für die Hanse Sail wieder so zurück, wie sie einmal war und ich kann es noch mit erleben, wie sich in Rostock etwas verändert.

Dann ich werde immer, wenn möglich,  zur Hanse Sail nach Rostock – Warnemünde – fahren.

Übrigens: Interesse an einer virtuellen Fahrt mit dem Eisbrecher Stettin? Ein über 20 Minuten langes Video habe ich auch parat. Danke Bernd!

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